Aktuelles: Gemeinde Michelbach an der Bilz

Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
Schriftgröße anpassen
  • Vergrößern: Strg + +
  • Standard: Strg + 0
  • Verkleinern: Strg + -

Hauptbereich

Gemeinderatsbericht vom 15.05.2007

Autor: Hirsch & Wölfl GmbH
Artikel vom 22.05.2007

Der Gemeinderat gedenkt Karl-Andreas Wirth.
Die Sitzung des Gemeinderates fand am Dienstag, 15.05.2007 statt. An diesem Tag hätte Karl-Andreas Wirth seinen 80. Geburtstag feiern können. Der Verstorbene war von 1971 bis 1980 Mitglied des Gemeinderates. Er hat sich in der Gemeinde und für die Gemeinde engagiert. Der Gemeinderat gedacht seiner in dankbarer Erinnerung.

Vorführung von Kleinschleppern
Es ist absehbar, dass der 18 Jahre alte Kleinschlepper Holder C 500 noch in diesem Frühjahr/Frühsommer ersetzt werden muss. Das Fahrzeug wird für Mäharbeiten im Sportplatz- und Friedhofsbereich, in den Grünanlagen und zum Winterdienst auf Gehwegen benötigt und ist nicht mehr zu reparieren. Deshalb traf sich der Gemeinderat schon vor der eigentlichen Sitzung zu einer Vorführung von Kleinschleppern verschiedener Fabrikate. Ein eindeutiger Favorit stellte sich dabei nicht heraus, alle Maschinen wären für die anfallenden Arbeiten grundsätzlich geeignet. Deshalb wurde die Entscheidung über den Kauf vertagt, um anhand einer Anforderungsliste die detaillierten Unterschiede der Fahrzeuge herauszuarbeiten.

„Kinderfreundliche Region“, Vortrag vom Verbandsdirektor des Regionalverbandes Heilbronn-Franken
Ein Hauptthema der Gemeinderatssitzung war der überaus informative und sehr gut gelungene Vortrag von Dr. Ekkehard Hein, dem Verbandsdirektor des Regionalverbandes Heilbronn-Franken zum Thema „Kinderfreundliche Region“. Dr. Hein zeigte zu Beginn die demographische Zeitenwende am Beispiel der Gemeinde Michelbach an der Bilz und der Region auf. Deutlich sichtbar wurden dabei die Auswirkungen der Weltkriege, der Wirtschaftskrisen, des Baby-Booms und des danach folgenden Pillenknicks auf die Altersstruktur der Bevölkerung. Klar zu sehen ist, das die Kindergärten und Schulen in den kommenden Jahren stark zurückgehende Kinderzahlen aufweisen werden, wenn die geburtenstarken Jahrgänge ihre Familienplanung abgeschlossen haben. Hier müssen die Gemeinden flankierend für gute Bedingungen für junge Familien sorgen, da die Gesamtbevölkerungszahl rückläufig ist und ein Einwohnerwachstum nur noch aus „Verteilungsgewinnen“ möglich ist. Sehr wichtig ist eine ausgewogene Mischung aus wirtschaftlicher Basis, der Vereinbarkeit von Kindern und Beruf sowie einer positiven Stimmung für Familien. Dies gilt im besonderen für unsere Region, da aufgrund fehlender Hochschulen hier ein Mangel an jungen Arbeitnehmern besteht, die sich im Umfeld ihrer Studienorte orientieren. Ein großes Augenmerk sollte auf die Betreuung von Kleinkindern gelegt werden, da die „traditionellen Familien“ immer seltener werden. Die meisten Mütter möchten nämlich parallel zur Kindererziehung arbeiten und dies möglichst bald. Außerdem kann jede Gemeinde durch kleinere Maßnahmen wie beispielsweise kindgerechte Spielplatzgestaltung, Babybörsen, Ferienprogramme, Vorlesepaten usw. für ein positives gesellschaftliches Klima für Familien sorgen. Ganz wichtig ist natürlich auch die Kindergarten- und Schulversorgung. Nach einer lebhaften Diskussion wurde Dr. Hein unter großem Applaus mit einem kleinen Präsentkorb vom Vorsitzenden, Bürgermeister Schneider, verabschiedet.

Haushaltsplan mit Haushaltssatzung 2007 verabschiedet
Der Gemeinderat verabschiedete in seiner Sitzung auch die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan für 2007 mit der mehrjährigen Finanzplanung für den Zeitraum von 2006 bis 2010. Erstmals seit mehreren Jahren kann im Verwaltungshaushalt wieder eine kleine Nettoinvestitionsrate in Höhe von 56.504 EUR erwirtschaftet werden. Der Hauptgrund dafür sind verbesserte finanzielle Rahmenbedingungen aus der Einkommensteuer und den Schlüsselzuweisungen des Landes. Leider gilt dies nur für 2007, denn ab 2008 werden die steuerlich verbesserten Jahre ab 2006 für die Zuweisungen zugrunde gelegt, so dass sich die Zuführungsraten wieder verschlechtern. Größere Investitionen im Haushaltsjahr 2007 sind die Erschließung des Baugebietes „Sandgraben III“ in Hirschfelden, die Ersatzbeschaffung eines Kleinschleppers sowie Erneuerungsinvestitionen am Dach des alten Grundschulgebäudes und auf der Sammelkläranlage in Hirschfelden. Im Investitionsprogramm stehen 250.000 EUR für eine Investition zur Verfügung, größere weitere Maßnahmen sind nicht möglich. Positiv zu werten ist, dass die Verschuldung zwischen 2006 und 2010 um 200.000 EUR zurückgeführt werden kann. Zum Ende des letzten Jahres lag die Gesamtverschuldung der Gemeinde bei knapp 3,2 Mio EUR, was 912,-- EUR je Einwohner bedeutet. Dieser Verschuldung stehen entsprechende Investitionen, wie beispielsweise der Rudolf-Then-Halle, die Sanierung der Schulturnhalle, die Erweiterung der Grundschule, der Bau der Kläranlage und der Wasserhochbehälter oder auch die Friedhofserweiterung entgegen. Da alle Investitionen der Bürgerschaft auch künftig dienen, sei diese Verschuldung, so Bürgermeister Schneider, gerechtfertigt und als Zukunftsbelastung für die Gemeinde vertretbar. Insgesamt hat der Haushalt für 2007 ein Volumen von 6.513.499 EUR von denen 5.289.195 EUR auf den Verwaltungshaushalt und 1.224.304 EUR auf den Vermögenshaushalt entfallen. Gebühren und Steuern bleiben unverändert.

Immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren
Eine ortsansässige Firma möchte ihre Heizungsanlage umrüsten. Hier sind noch nähere Informationen erforderlich, so dass die Entscheidung über das gemeindliche Einvernehmen vertagt wurde.

Kleines Gewerbegebiet möglich
Im Bereich östlich des Fitnessstudios „Move“ ist die Ausweisung einer kleineren Anzahl von Gewerbebauplätzen nach Aussage eines Altlastengutachtens möglich. E34 Bebauungsplan für diesen Bereich ist schon seit einigen Jahren rechtskräftig. Im Bedarfsfalle kann dort relativ schnell ein Bauvorhaben verwirklicht werden. Dies auch deshalb, weil die Gemeinde bereits Eigentümer der in Frage kommenden Grundstücke ist. Allerdings müssen eventuelle finanzielle Mehraufwendungen für die potentiellen Bauherren im Einzelfall noch geprüft werden.